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Management und Wirtschaft

Aktuelle Studien, Umfragen und Erhebungen im September 2026

KI-Budgets steigen, Personalpläne werden flexibler: BCG meldet im Schnitt 3,3 % des Umsatzes für KI, in der Randstad-ifo-Umfrage planen 26 % mehr Befristungen. Was die September-Studien über Investitionen, Kompetenzen und Wettbewerbsfähigkeit zeigen.

Studienunterlagen, stilisierte Diagramme und vernetzter Globus als Symbol für Forschung zu Management und Wirtschaft.

Veröffentlicht am 29.09.2026

ESV-Akademie

Management & Wirtschaft, Risk & Compliance

KI, Konjunktur und Personal: Das zeigen die September-Daten

Die im September veröffentlichten Untersuchungen beleuchten Konjunktur und Investitionen ebenso wie Restrukturierung, Nachhaltigkeit und digitale Abhängigkeiten. Weitere Schwerpunkte sind KI-Budgets, Kompetenzlücken und Personalplanung. Der Überblick verbindet Befragungen von Unternehmen und Führungskräften mit wirtschaftswissenschaftlichen Analysen. Gemeinsame Studien mehrerer Organisationen werden jeweils in einem Abschnitt behandelt.

Gemeinschaftsdiagnose: Erholung mit schwachem Wachstumspotenzial

Die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose erwartet für Deutschland 2026 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,3 Prozent, für 2027 von 1,1 Prozent und für 2028 von 0,4 Prozent. Gegenüber dem Frühjahrsgutachten wurden die Prognosen für 2026 und 2027 um 0,7 beziehungsweise 0,2 Prozentpunkte angehoben.

Die Institute führen die Erholung unter anderem auf die expansive Finanzpolitik und eine robuste Weltkonjunktur zurück; hohe Energiepreise und Strukturprobleme begrenzen sie. Es handelt sich um Prognosen, nicht um feststehende Jahresergebnisse. Das gemeinsame Herbstgutachten entstand im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums. Zur Projektgruppe gehören DIW Berlin, ifo in Kooperation mit WIFO, Kiel Institut, IWH und RWI. Grundlage dieser Zusammenfassung sind die offiziellen Ergebnisveröffentlichungen; die verlinkte Langfassung war nicht abrufbar.

Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, Herbstgutachten 2026, veröffentlicht am 24.09.2026

Projektgruppe und beteiligte Institute

ifo: Unternehmen beurteilen Lage und Erwartungen besser

Die Stimmung der Unternehmen in Deutschland hat sich im September verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg auf 89,9 Punkte, nach 88,8 Punkten im August. Sowohl die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage als auch die Erwartungen hellten sich insgesamt auf.

Die Entwicklung fiel je nach Wirtschaftsbereich unterschiedlich aus: Im Verarbeitenden Gewerbe verbesserten sich vor allem die Erwartungen, während die aktuelle Lage etwas schlechter beurteilt wurde. Dienstleister zeigten sich mit ihren laufenden Geschäften zufriedener. Auch im Handel stieg der Indikator; im Bauhauptgewerbe blieb er nahezu unverändert. Grundlage sind die monatlichen Unternehmensmeldungen der ifo Konjunkturumfragen. Der Index bildet Einschätzungen und Erwartungen ab; er misst keine tatsächlich erzielte Wachstumsrate.

ifo Institut, „ifo Geschäftsklimaindex gestiegen (September 2026)“, Ergebnisveröffentlichung vom 24.09.2026

Arbeitgeber planen für das vierte Quartal wieder mehr Einstellungen

Der saisonbereinigte Netto-Beschäftigungsausblick für Deutschland steigt im ManpowerGroup-Arbeitsmarktbarometer von sechs auf 15 Prozent. Das ist ein Plus von neun Prozentpunkten gegenüber dem Vorquartal. International liegt der entsprechende Wert bei 29 Prozent.

Der Indikator beruht auf dem Saldo der Arbeitgeber, die einen Personalaufbau beziehungsweise einen Personalabbau erwarten; er ist keine Prognose eines Beschäftigungswachstums von 15 Prozent. Die Deutschlandauswertung umfasst 1.050 Unternehmen. Weltweit wurden 39.878 Arbeitgeber in 42 Ländern befragt. Die Untersuchung wurde Ende Juli abgeschlossen und am 8. September veröffentlicht; gefragt wurde nach Personalveränderungen im vierten Quartal 2026. Die Werte beschreiben Einstellungsabsichten. Ob diese umgesetzt werden, hängt von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung ab.

ManpowerGroup, „Arbeitsmarktbarometer Q4/2026“, Ergebnisveröffentlichung vom 08.09.2026

ManpowerGroup, Originalbericht mit Methodik

Infrastrukturmodernisierung könnte private Investitionen anstoßen

44 Prozent der befragten Unternehmensentscheider erwarten höhere Investitionen ihres Unternehmens in Deutschland, wenn die Modernisierung der Infrastruktur gelingt. Das geht aus der Studie „Vom Wachstumshemmnis zum Wachstumstreiber“ des Handelsblatt Research Institute mit PwC Deutschland und Strategy& hervor. Für 76 Prozent beeinflusst die Infrastrukturqualität das eigene Investitionsverhalten stark.

36 Prozent rechnen bei einer Modernisierung mit Produktivitätsgewinnen. Die Angaben beschreiben Erwartungen unter dieser Voraussetzung, keine bereits realisierten Investitionen oder Produktivitätszuwächse. YouGov befragte dafür vom 19. bis 27. Mai 2026 insgesamt 304 Entscheider aus Unternehmen mit mindestens 100 Beschäftigten in Deutschland. Die Meldung stützt sich auf die öffentlich zugänglichen Ergebnis- und Methodenangaben; der verlinkte Zugang zum Gesamtbericht war nicht abrufbar.

HRI/PwC/Strategy&, „Vom Wachstumshemmnis zum Wachstumstreiber“, Ergebnisveröffentlichung vom 03.09.2026

PwC, ergänzende Ergebnisdarstellung und Methodik

Restrukturierungsexperten berichten von mehr und komplexeren Fällen

83 Prozent der von Roland Berger befragten Restrukturierungsexperten berichten von einer Zunahme der Fälle in den vergangenen zwölf Monaten. 87 Prozent sehen den höchsten Restrukturierungs- und Transformationsbedarf in der Automobilindustrie. Die Befragten beschreiben zudem komplexere Finanzierungs- und Beteiligtenstrukturen.

Beim Einsatz von KI bleibt die Branche nach den veröffentlichten Ergebnissen zurückhaltend: 45 Prozent sehen erst einzelne Pilotprojekte, 26 Prozent erste Überlegungen. Kein Befragter berichtet von einem breiten KI-Einsatz in Restrukturierungsprozessen. Die am 23. September veröffentlichte Studie beruht auf einer Expertenbefragung zur Unternehmenssanierung; sie ist keine repräsentative Unternehmensbefragung der gesamten Wirtschaft. In der frei zugänglichen Ergebnisdarstellung fehlen die genaue Fallzahl und der Erhebungszeitraum. Der Gesamtbericht ist nur nach Anmeldung erhältlich.

Roland Berger, „Restrukturierungsstudie 2026“, öffentliche Ergebnisdarstellung vom 23.09.2026

Nachhaltigkeit: Unterstützung vor allem bei Daten und Berichterstattung gefragt

79 Prozent der in der globalen BDO-Nachhaltigkeitsbefragung erfassten Fach- und Führungskräfte benötigen Unterstützung bei Datenerhebung und Berichterstattung. 43 Prozent fällt es schwer, Nachhaltigkeitswirkungen messbar zu machen. Governance und ethische Geschäftspraktiken werden von 96 Prozent als wichtige Nachhaltigkeitspriorität genannt.

Die Untersuchung zeigt aus Sicht der Befragten insbesondere Herausforderungen bei Führung, Daten und der operativen Umsetzung von Nachhaltigkeitsprogrammen. Befragt wurden vom 29. April bis 26. Juni 2026 insgesamt 251 Nachhaltigkeitsexperten und Führungskräfte der obersten Leitungsebene aus 41 Ländern. Die Werte sind globale Ergebnisse und keine gesonderte Deutschlandauswertung. BDO veröffentlichte die hier verwendeten Ergebnisse am 10. September. Der vollständige englischsprachige Bericht wird nach Eingabe von Kontaktdaten bereitgestellt.

BDO, öffentliche Ergebnisse der Global Sustainability Services Survey 2026 vom 10.09.2026

Digitale Souveränität: Transparenz über Technologieabhängigkeiten bleibt begrenzt

Nur 14 Prozent der von Capgemini befragten Organisationen verfügen nach eigener Auskunft über vollständige Transparenz ihrer Abhängigkeiten im erweiterten Technologieökosystem. Ein Wechsel von einem kritischen Anbieter würde bei 36 Prozent länger als zwölf Monate dauern. 59 Prozent halten vollständige digitale Souveränität für kein realistisches Ziel.

Die Ergebnisse stammen aus dem Report „Digital Sovereignty“ des Capgemini Research Institute. Befragt wurden im April 2026 weltweit 1.300 Führungskräfte aus Wirtschaft und Technologie; ergänzt wurden 13 Interviews. Erfasst wurden große Unternehmen mit mehr als einer Milliarde US-Dollar Umsatz sowie staatliche Einrichtungen mit entsprechendem Budget. Die Ergebnisse gelten deshalb nicht als Abbild des deutschen Mittelstands. Ausgewertet wurden die öffentlich verfügbaren Ergebnisse und Methodenangaben; der Gesamtbericht war technisch nicht abrufbar.

Capgemini Research Institute, „Digital Sovereignty“, Ergebnisveröffentlichung vom 08.09.2026

KfW: KI-Nutzung geht mit besseren Unternehmenskennzahlen einher

Mittelständische Unternehmen mit KI-Nutzung weisen in einer KfW-Analyse günstigere Kennzahlen auf als vergleichbare Unternehmen ohne KI. Im modellierten Vergleich liegt das reale Umsatzwachstum um 1,1 Prozentpunkte höher, die Umsatzrendite um 0,9 Prozentpunkte. Die als Umsatz je Vollzeitäquivalent gemessene Arbeitsproduktivität fällt rund 3,4 Prozent höher aus.

Die am 15. September veröffentlichte Untersuchung nutzt die im Frühjahr 2025 erhobene Welle des KfW-Mittelstandspanels. Betrachtet werden KI-Nutzung zwischen 2022 und 2024 sowie Unternehmenskennzahlen für 2024; je nach Kennzahl fließen mehrere Tausend Antworten ein. Statistische Modelle berücksichtigen weitere Unternehmensmerkmale. Die Ergebnisse belegen einen Zusammenhang. Ob KI den wirtschaftlichen Vorsprung verursacht oder erfolgreichere Unternehmen häufiger KI einsetzen, lässt sich daraus nicht eindeutig ableiten.

KfW Research, „Mittelständische KI-Nutzer sind erfolgreicher“, Fokus Volkswirtschaft Nr. 558 vom 15.09.2026

BCG: KI-Budgets wachsen, Kontrollmechanismen für Agenten bleiben selten

Die befragten Unternehmen wenden im BCG Applied AI Index 2026 im Durchschnitt 3,3 Prozent ihres Umsatzes für KI auf. Ein Jahr zuvor waren es laut Studienreihe 1,7 Prozent. Mehr als 80 Prozent der entsprechenden Ausgaben liegen inzwischen außerhalb des klassischen IT-Budgets.

Zugleich möchten 42 Prozent der Unternehmen KI-Agenten bis 2030 eigene Entscheidungsbefugnisse übertragen. Aktuell verfügen nach den veröffentlichten Ergebnissen erst fünf Prozent über die dafür erforderlichen Kontrollmechanismen. Grundlage ist eine weltweite Befragung von 1.330 CEOs und weiteren Unternehmensentscheidern. Die Ergebnisse wurden am 30. September vorgestellt. Sie beschreiben Budgets, organisatorische Reife und Planungen der erfassten Unternehmen. Ein eigener Deutschlandwert oder ein ursächlicher Produktivitätseffekt lässt sich aus diesen globalen Angaben nicht ableiten.

BCG, „Applied AI Index 2026“, Ergebnisveröffentlichung vom 30.09.2026

BCG, ausführliche Originaldarstellung zur unternehmensweiten KI-Nutzung

Logistik: KI-Nutzung verbreitet sich, fehlendes Know-how bremst

51 Prozent der befragten Logistikunternehmen setzen KI ein. Weitere 22 Prozent planen den Einsatz. Gleichzeitig geben 54 Prozent an, dass ihnen die Expertise fehlt, um KI in die eigenen Logistikprozesse einzubinden. Das zeigen die von Bitkom und Bitkom Research veröffentlichten Ergebnisse zur Digitalisierung der Logistik.

73 Prozent nennen fehlende Fachkräfte beziehungsweise fehlendes Know-how als Hemmnis der Digitalisierung insgesamt. Sicherheitsbedenken und Zeitmangel kommen hinzu. Die Untersuchung beruht auf einer im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführten Befragung von 502 Logistikunternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland. Sie wurde am 10. September vorgestellt und vom Herausgeber als repräsentativ bezeichnet. Die Angaben unterscheiden bereits eingesetzte Technik von künftigen Plänen; sie sind Selbstauskünfte der Unternehmen und keine gemessenen Effizienzgewinne.

Bitkom/Bitkom Research, Ergebnisse zur Digitalisierung der Logistik vom 10.09.2026

Schatten-KI: Fast drei von zehn beruflichen KI-Nutzern verwenden eigene Tools

29,1 Prozent der Beschäftigten, die KI beruflich einsetzen, nutzen Anwendungen, die ihr Arbeitgeber nicht bereitgestellt hat. Dies zeigt eine Auswertung der gewichteten IW-Beschäftigtenbefragung vom März und April 2026. Für diese Fragestellung wurden 2.793 berufliche KI-Nutzer berücksichtigt.

Solche „Schatten-KI“ kommt bei jüngeren Beschäftigten sowie bei Führungskräften häufiger vor. Der Begriff erfasst auch geduldete oder bekannte Anwendungen; er bedeutet nicht automatisch, dass gegen betriebliche Regeln verstoßen wird. Die Untersuchung findet zudem einen positiven Zusammenhang zwischen wahrgenommener Förderung von KI-Kompetenzen und der Nutzung nicht bereitgestellter Anwendungen. Da Selbsteinschätzungen zu einem Zeitpunkt ausgewertet werden, bleibt die Wirkungsrichtung offen. Das IW sieht Hinweise darauf, dass das betriebliche Tool-Angebot mit der Nutzungsbereitschaft nicht immer Schritt hält.

IW, „Schatten-KI: Beschäftigte sind schneller als ihre Betriebe“, Kurzbericht Nr. 63 vom 19.09.2026

Finanzführung übernimmt mehr Verantwortung für KI-Investitionen

54 Prozent der in Deloittes „Finance Trends 2027“ befragten Finanzführungskräfte verantworten bereits die unternehmensweite Kapitalverteilung für KI- und Technologieinitiativen. Jeweils 48 Prozent sind für vertrauenswürdige KI-Ergebnisse beziehungsweise die Steuerung technologiebezogener Ausgaben und Kostenkontrollen zuständig.

Zugleich erwarten 60 Prozent bis 2027 steigende Kosten und eine wachsende Komplexität von KI-Anwendungen. Die am 9. September veröffentlichte globale Untersuchung beruht auf 1.434 Befragten aus der Finanzfunktion in 26 Ländern, ergänzt um zwölf Einzelinterviews. Die Ergebnisse sind damit keine gesonderte Deutschlandauswertung. Öffentlich zugänglich ist eine ausführliche Ergebnisdarstellung; der Gesamtbericht erfordert eine Registrierung. Die Befunde beschreiben Verantwortlichkeiten und Erwartungen der Befragten, keine bereits nachgewiesenen Erträge ihrer KI-Investitionen.

Deloitte, „Finance Trends 2027“, Ergebnisveröffentlichung vom 09.09.2026

Future Skills: Führungskräfte sehen besonders bei KI-Kompetenzen Lücken

Etwa ein Drittel der befragten Führungskräfte sieht beim grundlegenden Verständnis und Umgang mit KI Kompetenzlücken in der Breite der Belegschaft. Zugleich halten jeweils rund 80 Prozent die fünf untersuchten Kompetenzkategorien für die Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens für wichtig. Dazu gehören neben digitalen Fähigkeiten auch grundlegende, transformative und gemeinschaftsorientierte Kompetenzen.

Das zeigt die vom Stifterverband mit Unterstützung der Haufe Akademie veröffentlichte Studie „Welche Future Skills fehlen in deutschen Unternehmen?“. Grundlage ist eine Onlinebefragung von 1.001 Führungskräften privatwirtschaftlicher Unternehmen in Deutschland vom 23. März bis 2. April 2026, ergänzt um frühere Experteninterviews. Erfasst werden wahrgenommene Kompetenzbedarfe. Die Ergebnisse sind keine standardisierten Kompetenztests der Beschäftigten. Die Studie wurde im September veröffentlicht und am 22. September vorgestellt.

Stifterverband mit Unterstützung der Haufe Akademie, „Welche Future Skills fehlen in deutschen Unternehmen?“, September 2026

Stifterverband, Ergebnisvorstellung vom 22.09.2026

Familienfreundlichkeit bleibt für knapp neun von zehn Unternehmen wichtig

87,6 Prozent der Unternehmen bewerten familienfreundliche Maßnahmen als eher wichtig oder wichtig. Auch unter Unternehmen mit schlechter wirtschaftlicher Lage liegt der Anteil bei 85,2 Prozent. Das zeigt der vom IW erstellte „Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit 2026“, der vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wurde.

Die Unternehmensbefragung umfasst 1.005 Antworten aus dem Zeitraum vom 10. Februar bis 4. Mai 2026. Die Ergebnisse wurden für privatwirtschaftliche Unternehmen mit mindestens fünf sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland hochgerechnet. Ergänzend wurden 4.946 verwertbare Beschäftigtenantworten ausgewertet. Es handelt sich um zwei unabhängige Befragungen; die Beschäftigten lassen sich den befragten Unternehmen nicht zuordnen. Der Monitor untersucht damit sowohl betriebliche Einschätzungen als auch die Wahrnehmung der Beschäftigten.

IW, „Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit 2026“, veröffentlicht am 11.09.2026

Ausländische Fachkräfte: Viele Mittelständler nutzen das Potenzial bislang nicht

11,5 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen beschäftigen Fachkräfte aus dem Ausland. Das zeigt eine im September veröffentlichte KfW-Auswertung. Fast die Hälfte der Unternehmen sieht derzeit keinen entsprechenden Bedarf. Gut ein Zehntel verzichtet jedoch trotz bestehender Engpässe auf internationale Rekrutierung.

Als wesentliche Hürden nennt die Untersuchung Sprachbarrieren, bürokratische Verfahren und die Anerkennung ausländischer Qualifikationen. Größere Unternehmen sind bei der internationalen Fachkräftegewinnung aktiver als kleinere. Grundlage ist eine Online-Sonderbefragung zum KfW-Mittelstandspanel vom 13. bis 21. Januar 2026 mit 2.170 berücksichtigten Unternehmensantworten. Die Ergebnisse wurden auf den Mittelstand hochgerechnet. Der Veröffentlichungsmonat September darf deshalb nicht mit einem Erhebungszeitraum im Herbst gleichgesetzt werden.

KfW Research, Fokus Volkswirtschaft Nr. 560 vom 23.09.2026

Randstad-ifo: Jedes vierte Unternehmen plant mehr Befristungen

26 Prozent der befragten Unternehmen wollen den Einsatz befristeter Verträge für Zusatz- oder Ersatzpersonal erhöhen. Im Vorjahr waren es zwölf Prozent. 56 Prozent planen einen unveränderten Einsatz, 18 Prozent eine Verringerung. Das zeigen die bereits am 23. September veröffentlichten Ergebnisse der Randstad-ifo-HR-Befragung für das dritte Quartal 2026.

Das ifo Institut führt die Erhebung im Auftrag von Randstad Deutschland durch. An dieser Welle nahmen 469 HR-Verantwortliche aus Verarbeitendem Gewerbe, Handel und Dienstleistungen teil. Die Antworten werden nach Branche und Unternehmensgröße gewichtet. Der Berichtsband umfasst zudem Ergebnisse zu Management- und Fehlerkultur. Personalpläne sind von tatsächlich abgeschlossenen Arbeitsverträgen zu unterscheiden. Spätere Beiträge beider Partner zur selben Befragungswelle werden hier nicht als zusätzliche Studien gezählt.

Randstad/ifo Institut, „Randstad-ifo-HR-Befragung Q3/2026“, Ergebnisveröffentlichung vom 23.09.2026

Randstad/ifo, gemeinsamer Originalbericht Q3/2026

Studierende nutzen KI häufig, prüfen Ergebnisse aber nicht durchgängig

87 Prozent der von EY befragten Studierenden nutzen KI regelmäßig, 44 Prozent täglich. Gleichzeitig geben nur 29 Prozent an, KI-generierte Inhalte und Antworten immer zu überprüfen. 22 Prozent kontrollieren solche Ergebnisse selten oder nie.

Die im September veröffentlichte Teilauswertung der EY-Studierendenstudie zeigt damit eine Lücke zwischen verbreiteter Nutzung und konsequenter Überprüfung. Hinzu kommen unterschiedliche Erwartungen an die Arbeitswelt: 37 Prozent sehen KI als Gefahr für die eigene Karriere. Befragt wurden mehr als 2.000 Studierende im Frühjahr 2026. Die Angaben beruhen auf Selbstauskünften und beziehen sich auf diese Zielgruppe. Öffentlich verfügbar sind Ergebnisauszüge; der vollständige Teilbericht wird über ein Bestellformular angeboten. Eine Aussage über die KI-Kompetenz aller Berufseinsteiger lässt sich daraus nicht ableiten.

EY, „EY-Studierendenstudie 2026 – Künstliche Intelligenz“, Ergebnisveröffentlichung vom 04.09.2026

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Grundlage der verlinkten Originalveröffentlichungen erstellt.

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