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BAuA

Digitale Technologien gewinnen im Arbeitsschutz an Bedeutung

Digitale Technologien sind in deutschen Betrieben weit verbreitet. Bereits jeder dritte Betrieb nutzt digitale Tools zur Unterstützung von Gefährdungsbeurteilungen, Unterweisungen oder Arbeitsschutzmaßnahmen.

Orangefarbener Schutzhelm vor blauem Hintergrund mit digitalen Netzstrukturen, leuchtenden Verbindungslinien und grafischen Technologiemustern.

Digitale Technologien verändern auch den betrieblichen Arbeitsschutz. (Bild: Adobe Stock / kalyani)

Veröffentlicht am 15.07.2026

ESV / ESV-Akademie

HSE & Betriebssicherheit, Arbeitsschutz, KI

Digitale Technologien werden im Arbeitsschutz zunehmend eingesetzt

Nahezu alle Betriebe in Deutschland verwenden etablierte digitale Technologien wie PCs, Laptops oder Smartphones. Bereits jeder dritte Betrieb setzt digitale Werkzeuge gezielt zur Unterstützung des Arbeitsschutzes ein. Dazu gehören beispielsweise Anwendungen für Gefährdungsbeurteilungen, Unterweisungen oder die Organisation von Arbeitsschutzmaßnahmen. Unterschiede zwischen kleinen, mittleren und großen Betrieben zeigen sich dabei kaum.

Dies belegen die Auswertungen der vierten europäischen Unternehmensbefragung zu Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz (ESENER-4), die im Auftrag der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) durchgeführt wurde. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat weitere Ergebnisse der deutschen Stichprobe in einem kompakten Bericht veröffentlicht.

Chancen und Belastungen digitaler Technologien

Neben den Möglichkeiten, die digitale Technologien bieten, zeigen die Ergebnisse auch Belastungen für Beschäftigte auf. Zwischen 50 bis 65 Prozent der Beschäftigten sind Belastungen wie langem Sitzen, repetitiven Bewegungen oder Informationsüberlastung ausgesetzt.

Gleichzeitig gewinnt der Austausch über die Auswirkungen digitaler Technologien auf die Sicherheit und Gesundheit von Beschäftigten zunehmend an Bedeutung.

Klein- und Kleinstunternehmen greifen das Thema häufiger auf

Während 2019 noch jedes vierte Klein- und Kleinstunternehmen (KKU) die Auswirkungen digitaler Technologien mit den Beschäftigten thematisierte, ist es inzwischen jedes dritte. Rund 32 Prozent der KKU sprechen über die gesundheitlichen Auswirkungen digitaler Technologien auf ihre Beschäftigten.

Darüber hinaus spielen Schulungen eine wichtige Rolle. 40 Prozent aller Betriebe geben an, Schulungen zur Nutzung digitaler Tools anzubieten.

ESENER untersucht Sicherheit und Gesundheit seit 2009

Die ESENER-Befragung der EU-OSHA erhebt seit 2009 regelmäßig den Stand von Sicherheit und Gesundheit in europäischen Betrieben. Befragungswellen fanden 2009, 2014, 2019 und 2024 statt.

Die Digitalisierung der Arbeitswelt wurde als neu identifiziertes Risiko bereits in die Befragung 2019 aufgenommen. In der Befragung 2024 wurde erstmals erfragt, ob digitale Technologien auch zur Unterstützung von Aufgaben im Arbeitsschutz eingesetzt werden.

BAuA-Bericht als PDF verfügbar

Der baua: Bericht kompakt „Digitalisierung und Arbeitsschutz in deutschen Betrieben. Ergebnisse der ESENER-4-Betriebsbefragung“ kann als PDF von der Internetseite der BAuA heruntergeladen werden.

Über die BAuA

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des BMAS. Sie betreibt Forschung, berät die Politik und fördert den Wissenstransfer im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Zudem erfüllt die Einrichtung hoheitliche Aufgaben im Chemikalienrecht und bei der Produktsicherheit. An den Standorten Dortmund, Berlin und Dresden arbeiten rund 750 Beschäftigte.


Quelle/Fundstelle

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), Pressemitteilung vom 15.07.2026 „Ergebnisse der ESENER-4-Befragung: Digitale Technologien gewinnen für den Arbeitsschutz in Betrieben an Bedeutung“

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